Retributio (Karl Seitz ermittelt: Sein zweiter Fall)

Er bellt nicht nur - er beißt auch! Karl Seitz ist zurück!
Erscheinungsjahr: 2022
ISBN: 978-3-949821-13-4
Verlag: HoPe Productions

3Klappentext:

Er bellt nicht nur – er beißt auch: Karl Seitz ist zurück!

Der neueste Fall des miesepetrig-cholerischen Kommissars reißt eine alte Wunde auf – denn es geht um spurlos verschwundene Frauen …

Karl Seitz und seine rechte Hand Maria Strobl ermitteln gerade hinsichtlich der gepfählten Leiche in Linningers Keller, als sie zu einem neuen Mord gerufen werden. Das Opfer: eine jahrelang vermisste Frau, die tot vor ihrem alten Zuhause liegt – und zwar genau am Geburtstag ihres Ehemanns.
Sofort denkt Karl an Anja und muss sich zusammenreißen, um keine falschen Schlüsse zu ziehen.
Je länger sie ermitteln und je mehr Spuren sie sammeln, desto mehr geraten Seitz und Strobl an ihre Grenzen, denn der Täter spielt Katz und Maus mit ihnen.Als Karl irgendwann ein Muster erkennt, ist es schon fast zu spät – und zwar nicht nur für ihn!

Begleiten Sie den knurrigen Chefermittler bei einer Verkettung von Fällen, die ihn in jenen Abgrund blicken lassen, vor dem er sich so fürchtet.

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HLeseprobe:

PROLOG

… und haben in Ihrer maßlosen Selbstüberschätzung bestimmt geglaubt, damit durchzukommen.
Weit gefehlt, ich merke so etwas!
In diesem Fall ist Ihre Betrügerei zwar verjährt, der Polizei habe ich sie aber trotzdem gemeldet. Ich bin nämlich sicher, Sie erschleichen sich immer noch Vorteile, wo Sie können.
Möge das Gesetz Sie für Ihre schändlichen Machenschaften mit aller Härte bestrafen!

 

Hochachtungsvoll
 

Friederike Elzig

***

Unter dem Radar

Wann war der perfekte Zeitpunkt, um sich Gehör zu verschaffen? Um gesehen zu werden?
Er starrte auf den Flachbildschirm, wo sich ein kleines Hexagon ans nächste schmiegte, wie Bienenwaben. Bilder flimmerten in jedem einzelnen, entweder in Schwarzweiß oder Farbe. Gute Schärfe, Sättigung und Kontrast, nur vereinzelt Ausreißer mit Grünstich oder Störstreifen.
Er verschränkte die Hände hinter dem Kopf, wippte im Bürostuhl vor und zurück, vor und zurück, vor und …
Konnte die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt überhaupt jemand beantworten? Hundert Personen würden jedes Mal etwas anderes sagen.
Je länger er darüber nachdachte, desto mehr wurde ihm bewusst, welch untergeordnete Rolle der richtige Zeitpunkt spielte.
Es kam nur darauf an, dass man es perfekt durchzog. Wie ein Feldherr, der eine Schlacht plante und lenkte – aus den Schatten heraus. Der Feldherr besaß weder Form noch Gesicht. Nur Finesse. Und Genialität.
O ja, die Welt würde ihn hören und sehen und spüren – und ihn fürchten!
Er lächelte.
Er könnte es jetzt tun oder morgen. Oder übermorgen. Oder in zwei Wochen. Er checkte seinen Kalender. „Ah, wie passend!“ Morgen hatte Florian Pressler Geburtstag. Das würde sich wirklich anbieten. „Ja“, sagte er, weiterhin lächelnd. „Jetzt ist gut. Genau in dieser Nacht. Lassen wir dem ersten Ton weitere Kadenzen folgen.“
Das hatte er schön gesagt, wie er fand.
Keine Zeit mehr verlieren. Sonst würde das öde Einerlei des Alltags ihn umbringen, bevor er sein Meisterstück vollendete.
Mittels Mausklick holte er ein Hexagon näher heran, dann aktivierte er die Soundübertragung und schob sich das Bügelmikro seines Headsets vor die Lippen.
„Guten Abend, Constanze, immer noch glücklich in deinem Feriendomizil?“
Feriendomizil – köstlich! Das war ihm spontan eingefallen, ihm, der sonst so minutiös plante. Selbst die Modulation seiner Stimme war perfe…
„Fick dich!“
Heiß schoss es ihm in die Schläfen, er ballte die linke Faust. Wie konnte dieses Stück Dreck es wagen, seine Spontanität nicht zu würdigen?
Dennoch hielt er seine Stimme ruhig und überlegt. Nur ein einziger Tropfen des Zorns, der über seine Stimmbänder floss, würde sein Konstrukt schädigen, sein Netz, in dem einzig und allein er herrschte!
„Ich hoffe, du verreckst qualvoll!“, schrie sie. „Du gottverfluchte Drecksau!“
Der Druck hinter den Schläfen schwoll an, als würde jemand einen mit Glut gefüllten Ballon in seinem Kopf aufpumpen.
So viel Mühe hatte er sich mit ihr gegeben, so viel Zeit investiert. So viele wundervolle Bilder hatte er ihr gezeigt. Und wie dankte es ihm diese aufbrausende Fotze? Er drückte sie weg, riss sich das Headset vom Kopf. „Das wirst du büßen! Du willst es ja nicht anders!“
Constanze hatte ihre Nützlichkeit verwirkt.
„Selbst schuld“, murmelte er, stand auf und rief in seinem Handy den Ablaufplan auf, den er minutiös ausgearbeitet hatte; jeden Handgriff; jeden Klick mit der Maus. Er wusste, wie viele Kilometer er fahren musste und wie lange das dauern würde. Er wusste, zu welcher Zeit in der Lavaterstraße am wenigsten los war. Er wusste, wo er sie rauslassen musste, damit sie zum gewünschten Zeitpunkt krepierte.
Fehler konnte er sich nicht erlauben. Bei Linninger hatten sich diese zum Ende hin derart gemehrt, dass von einem großen Finale keine Rede sein konnte. Selbst der Begriff Finale erschien übertrieben. Eher laues Lüftchen, ja, ein mit Mühe rausgequetschter Furz, der nicht einmal stank. Alles und jeden mit Benzin übergießen und anzünden wollen – da hatte er Linninger wahrlich mehr zugetraut.
Er steckte das Handy weg und stand auf. „Schade, dass du nicht zusehen kannst, Linninger. Denn jetzt werde ich dir und allen anderen zeigen, wie ein wirklich großes Finale aussieht.“

KAPITEL 1

Wäre jemand in der Nähe gewesen zu dieser unchristlich frühen Stunde in der Lavaterstraße in Neubiberg, so hätte dieser Jemand das Tapsen nackter Füße womöglich für zerplatzende Wassertropfen gehalten, so leise war es. Zudem besaß es nicht den Rhythmus gleichmäßig gesetzter Schritte, nein – es kam unstet, zweimal schnell, kurze Stille, gefolgt von drei Tapsern, danach wiederum nur einer, und dazwischen das elektrische Sirren der Straßenlaternen.
Ja, wüsste man, wer da herumtapste, und vor allem, warum – dann wären jedem Neubiberger Wassertropfen lieber gewesen.
Vor allem der Familie Pressler.
Die Frau trug graue Unterwäsche sowie ein ebenfalls graues Tanktop, Stoff und Haut nass vor Schweiß. Die Lichtkegel der Laternen fischten sie aus der Dunkelheit und schickten sie wieder zurück, als würde man einen alten Diafilm abspulen.
Eine Hand presste sie auf die Brust, die andere hielt sie ausgestreckt, als verbarg der Nebel irgendetwas vor ihr, das sie haben wollte. Das ihr wichtig war.
Sie strauchelte, stürzte auf die Knie, als hätte sie Buße zu leisten. Ein Wimmern im schweren Keuchen ihres Atems, dann kroch sie einige Meter. Sie würgte, hustete, rang um Atem – und kämpfte sich zurück auf die Füße. Links neben ihr ein Zaun, an dem sie jetzt entlangschabte, da ihre Beine an Kraft verloren, jede Latte wie eine Schienenschwelle, die den Körper erschütterte und Haut abschürfte.
Ein heiserer, erstickter Schrei, als sie sich abstieß und auf die Straße taumelte, einen Arm wieder flehend ausgestreckt. Ihre aufgerissenen Augen fixierten ein gepflegtes Einfamilienhaus, rote Dachschindeln, Fassade in dezentem Beige, die Fensterrahmen grau. Von der modernen Optik sowie dem sauber getrimmten Vorgarten her reihte es sich in die anderen Häuser zu beiden Seiten der strichgeraden Straße ein wie ein Soldat in die Ränge seiner Kameraden.
Doch so homogen das Wohngebiet war, mit dem rasterartigen Straßennetz, das an amerikanische Großstädte erinnerte, so unterschiedlich waren die Schicksale der Bewohner. Auch an diesem idyllischen Fleckchen urbanen Miteinanders gab es so manch trauriges Geschehen, das die eigenen vier Wände nie verließ.
Das Schicksal der Familie Pressler jedoch kannte jeder Neubiberger. Geheimhalten ließ sich da nichts; bei so einem Ereignis diffundierte das Unglaubliche aus den eigenen Wänden heraus und erreichte jedes Ohr und oft auch das Herz. Denn wenn die Mutter zweier Kinder eines Tages spurlos verschwand, dann wurde den Menschen mit Herz selbiges schwer. Im ersten Jahr halfen sie den Presslers, im zweiten kümmerten sie sich wieder um sich selbst. Im dritten Jahr wurden jene Gerüchte, die von Anfang an existiert hatten, immer lauter: Vielleicht war Constanze doch auf ihr eigenes Betreiben hin verschwunden? Die Karibik, die hatte sie doch so geliebt. Oder hatte es auf ihren Dienstreisen mehr gegeben als Kontakte beruflicher Art?
Was wirklich im Kopf eines Menschen vor sich ging, wusste man ja nie, nicht wahr?
Hätten sie Constanze Pressler jetzt über die Straße torkeln sehen, hätten sie gewusst, dass diese Gerüchte dumm und haltlos waren.
Aber niemand war zugegen. Constanze Pressler war allein.
Sie prallte gegen das Gartentor, sank daran herab, schloss die Finger um die Metallstäbe, wollte schreien, konnte aber nicht. Ihr Herz stolperte durch ihre Brust. Hitzeschübe beutelten sie, und sie konnte immer schlechter atmen.
Mit letzter Kraft kämpfte sie sich in die Höhe, drückte die Klingel, die anders aussah als damals, als sie …
„Bitte …“
Erneut drückte die den Knopf, wieder und wieder. Keuchend brach sie zusammen, kam auf dem Gehweg zu liegen, direkt vor dem Haus, in dem ihr Mann und ihre Kinder lebten. Constanze Pressler wollte sie unbedingt noch einmal sehen, und so kämpfte sie um jeden Atemzug.
Sie hörte das elektrische Summen der Straßenlaternen.
Und doch, es klang anders als vorhin …
Es schwoll an, wurde lauter.
Sie wandte den Kopf, sah in den Himmel.
Etwas Dunkles, Rundes schwebte dort, ganz ruhig, die kleinen Rotoren flirrten wie Luft über erhitztem Asphalt.
„Verfluchter Bastard …“, keuchte Constanze Pressler, ehe sie die Augen schloss.

KAPITEL 2

„Jede Wette, dass sie lesbisch war“, sagte Karl, gähnte und schaute aus dem Seitenfenster zu den vereinzelt vorbeitreibenden Schneeflocken.
Die Ampel sprang auf Rot, malte blutfarbene Schlieren auf den nassen Asphalt. Ein schleifendes Geräusch aus Richtung der Hinterachse, als Maria bremste.
Karl kratzte sich am Schnauzer. „Wann warst du mit der Karre das letzte Mal bei der Inspektion? Oder musst du dafür schon zu einem Oldtimer-Schrauber?“
Lächelnd streichelte Maria das Lenkrad. „Hör einfach nicht auf den schnauzbärtigen, gehässigen Onkel, der den Beifahrersitz platt drückt.“
Die Ampel sprang auf Grün, ein intensives Leuchten vor dem Hintergrund des dunklen Morgenhimmels, in den nach und nach das Grau eines tristen Tages sickerte.
Maria rührte am Schalthebel, bis der erste Gang mit einem Knarzen einrastete. „Der Onkel ist bloß sauer, weil sein eigenes Autschkerl ein großes Aua an den Stoßdämpfern hat.“
Karl schnaubte, reckte den rechten Arm und schloss die Finger um die Griffleiste an der Deckenverkleidung.
Maria beschleunigte auf dreißig, ehe sie bei der nächsten Ampel erneut anhalten musste.
„Letztes Mal hast du noch gemeint, auch dir gehen die Mätzchen deiner Karre langsam auf die Nerven“, sagte Karl, ehe er abermals aus dem Fenster schaute. Die trudelnden Schneeflocken rahmten das sandfarbene Altbaugebäude zur Rechten wie eine Postkarte aus dem Weihnachtsurlaub.
„Autschkerle und ich haben uns schon lange wieder vertragen.“
Karl schnaubte. „Mein Gott, was ist denn das um sieben Uhr morgens für ein Verkehr in diesem Kaff?“
Maria schaute zu ihrem Handy, das in einer Halterung an der Windschutzscheibe hing und als Navi fungierte. „Der Onkel ist ungeduldig. Aber wir sind gleich da. An der nächsten Kreuzung links, dann den Berg hoch und rechts.“ Sie tätschelte den Schaltknüppel. „Hast den Onkel und mich gut nach Freising gebracht.“
„Hör auf, mich Onkel zu nennen, ja?“
„Ich wette dagegen, dass sie lesbisch war“, sagte Maria.
„Einsatz?“
„Nächste Zeche im Fieberwahn bei Inge.“
Karl wandte ihr das Gesicht zu und lächelte. „Abgemacht.“
„Weißt du, was witzig ist?“, sagte Maria, ihr Blick aufs Navi gerichtet. „Die Kreuzung da vorne heißt Karlwirtkreuzung.“
„Aha. Und was ist daran witzig?“
„Karl und Wirt und unsere Wette – das kann kein Zufall sein. Glaubst du an Schicksal, Karl?“
Er lachte kurz auf, ließ die Erheiterung aber mit einem Seufzer ausklingen. „Du bist doch völlig durch.“
Nun lachte Maria, während sie sich im Schneckentempo besagter Kreuzung näherten. Maria fädelte auf die linke Abbiegespur ein, musste aber wieder anhalten, da die nächste Rotphase regierte.
„Dieses Rumgezuckel raubt einem den letzten Nerv.“
Sie ignorierte Karls Unmut, der stets durchbrach, wenn der Verkehr stockte, und sagte: „Du glaubst an einen Trittbrettfahrer: Linninger hat Schwule umgebracht, und sein Nachfolger setzt die Hinrichtungs-Experimente mit lesbischen Frauen fort.“
„Klingt logisch, oder?“
„Nicht wirklich. Dafür, dass Friederike Elzig lesbisch war, gibt es nicht den geringsten Hinweis.“ Maria bog nach links. Rechter Hand schälten sich ein Döner-Imbiss und eine Kneipe aus der von Schneegestöber verzierten Morgendämmerung. Sie bog erneut nach links, es ging bergauf. Der Motor brummte empört und ließ das Armaturenbrett vibrieren. Irgendetwas klapperte und klackerte.
Karl lachte. „Besser, ich steige aus und schiebe.“
Maria hielt an. „Bitte.“
Er verdrehte die Augen.
Leider konnte Maria es nicht durchziehen, weil hinter ihnen ein Auto kam und bereits aufblendete. Jetzt klang das Röhren unter der Motorhaube wie ein Todesschrei. Sie fuhr nach rechts, parkte hinter einem Lieferwagen und drehte den Zündschlüssel. Ein dankbares letztes Gluckern streifte ihr Ohr.
„Vielleicht waren sie schon immer zu zweit“, sagte Karl in die Stille, nur durchbrochen vom Plapp-Plapp der mit der Windschutzscheibe verschmelzenden Schneeflocken.
„Quatsch.“
„Wieso?“
„Weil es auch dafür keine Hinweise gibt.“
Er zuckte mit den Schultern. „Trotzdem müssen wir mit Linninger reden.“
Maria nahm ihr Handy aus der Halterung und steckte es in die Tasche ihrer Lederjacke. „Ob das was bringt?“
„Einen Versuch ist es wert.“
Sie bezweifelte dies, redete jedoch nicht dagegen. Von ihr aus könnte Karl gerne in die JVA Stadlheim schlappen. Linninger würde nicht mit ihm reden. Der Typ hatte einen Selbstmordversuch hinter sich und lag seitdem auf der psychiatrischen Abteilung, wo er das Essen verweigerte, sodass die Leitung bereits Zwangsernährung erwog: Linninger wollte nicht reden, sondern sterben.
Karl senkte die rechte Hand zum Türgriff, schaute sie aber fragend an.
„Meinetwegen ein Trittbrettfahrer. Aber zu zweit waren sie bestimmt nicht.“ Sie grinste ihn an. „Wollen wir wetten?“
„Erst die eine Wette, dann die andere“, erwiderte er und stieg aus.
Maria tat es ihm gleich und schloss den Punto ab. „Hast du die Tür verriegelt?“
„Hä?“
„Du musst den Knopf runterdrücken.“
„Junge, das ist echt old school“, brummte er, öffnete die Tür, presste den Zeigefinger auf den Knopf und schlug sie wieder zu.
„Etwas sanfter bitte: Oldtimer sind einiges wert und werden oft geklaut.“
Karl schnaubte ein Lachen. „Hat der keine Zentralverriegelung?“
„Doch. Aber die ist hinüber.“
„Gab’s beim Schrotthändler keine Ersatzteile?“
„Wie viel der komplette Stoßdämpfersatz wohl kosten wird, hm?“
Karl schaute demonstrativ zu den Häusern ringsum, deren hohe Giebel hinter Buchs- oder Ligusterhecken in den sich aufhellenden, von einer Wolkendecke beherrschten Himmel ragten. Eine feine Schicht aus Weiß bedeckte die Dächer wie Puderzuckertopping. „Nicht schlecht, Herr Specht. Hier würde ich es auch aushalten.“
„Neidisch auf den Freisinger Geldadel?“
„Schmarrn. Kohle wird überbewertet.“
„Genau wie Autos“, sagte Maria und schritt aus. „Ist gleich da hinten.“
Wenig später stand sie vor einer durch ein hohes Metalltor verschlossenen Auffahrt und fixierte den in die Plakette ziselierten Namen über der Klingel: Elzig.
„Wir sind richtig.“ Nachdem sie sich eine Schneeflocke von der Nasenspitze gewischt hatte, klingelte sie.
„Ja bitte?“, erklang eine Männerstimme aus dem Lautsprecher.
Maria zückte ihren Dienstausweis und hielt ihn vor die Kameralinse. „Kripo München. Wir haben einen Termin.“
„Kommen Sie rein.“

ENDE DER LESEPROBE

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JRezensionen:

Amazon:

  • Sprachlich ist das Buch einfach perfekt. Es gibt kein überflüssiges Wort, keine überflüssige Szene, alles baut perfekt aufeinander auf. Brotkrumen werden gelegt, die oft in die Irre führen und ich hatte zunächst einen völlig anderen Verdacht. Erst nach und nach wird dem Leser klar, wo die eigentliche Gefahr liegt und im letzten Drittel kommt man kaum noch zum Luftholen, so tief ist man in den Ereignissen drin. Auch emotional, vor allem am Ende. Es stellen sich moralische Fragen, denen ich persönlich nie ausgesetzt sein möchte. (5/5Sterne)
     
  • Ich war von Teil 1 schon begeistert, aber hier wird nochmal ordentlich was draufgelegt. Spannende Handlung, auf die ich hier aber gar nicht eingehen möchte. Immer wieder wird die Story durch Dialoge voller Humor zusätzlich bereichert. Ein Krimi, der in Lage ist, sich von vielen anderen positiv abzusetzen. Es geschehen Wendungen, die nicht vorhersehbar sind. Ziemlich am Ende des Buches, als ich mir schon Gedanken machte wie es wohl weitergeht, kam es vollkommen anders. Peter Hohmann schafft es tatsächlich, die Spannung buchstäblich bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. (5/5Sterne)
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